Besonderheiten beim Spitz Drucken E-Mail

 

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Was den Spitz besonders macht

 

Spitze sind nicht  nur etwas ganz besonderes, weil sie heutzutage so selten geworden sind.
Diese Hunde haben einige Eigenschaften, die sie mit nur ganz wenigen anderen Hunden bzw. Rassen teilen.

 

LACHEN
Manchmal weiß ich nicht, lachen sie mich an oder aus?? 

Dies ist wohl die liebenswerteste Besonderheit des Spitzes, die er mit ausgesprochen wenigen anderen Rassen teilt. Dabei ist nicht ein breites Hecheln gemeint, sondern ein Zeigen seiner Zähne ohne drohende Absicht. Der Hund zieht dabei die Mundwinkel hoch und kraust nicht die Nase, wie bei einer Drohung. 

Daher rührt wohl auch der in der englischsprachigen Welt vorkommende Name für die holländischen Keeshonden: "Laughing Dutchman". 


STREUNEN UND WILDERN

Die geringe Neigung der Spitze zum Jagen und Streunen ist für mich eines der Hauptargumente für diese Rasse!  Schon in ganz alten Rassebeschreibung wird dieses Merkmal der Spitze besonders hervorgehoben - "ein reinblütiger Spitz wird niemals wildern oder streunen" lauten so oder ähnlich die Aussagen.

Es ist so entspannend, egal ob man im Dunkeln Gassi gehen muss, picknicken,  im Freien arbeiten oder Sport treiben will, wenn der Hund Wildtiere lediglich anzeigt und sich problemlos abrufen lässt bzw. schon von selber zurückkommt. 

Dabei ist es meines Erachtens nicht so, dass Spitze keinen Jagdtrieb haben (Fragen Sie mal eine Maus! Die werden von den meisten Spitzen mit Vorliebe gejagt und auch verzehrt.) Das wäre bei einem so ursprünglichen und Instinkt sicherem Hund wie dem Spitz auch verwunderlich. Der Jagdtrieb ist überlagert von der Aufgabe die Rolle des Behüters zu spielen, die der Spitz schon seit der Steinzeit ausübt. Und ein Bewacher, der wegläuft und jagt oder gar sich an den eigenen Nutztieren vergreift ist für diese Aufgabe unnütz. 

Diese Gebundenheit an sein Rudel und seine Heimat führen dazu, dass der Jagdtrieb beim Spitz nahezu vollständig gehemmt wird. Dies belegen Beobachtungen bei Spitzen, die von den Forstämtern kostenfrei an Bauernhöfe abgegeben wurden, um Störungen durch wildernde Hofhunde zu vermeiden. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten ausgesprochen ortstreu waren und Irritationen des Wildes nahezu nicht mehr vorkamen. Es gab jedoch einige Spitze, die dennoch wilderten. Diesen allen war gemeinsam, dass sie keinen Anschluss an die Familie erhalten hatten und auch in keiner anderen Weise in das Hofleben eingebunden wurden. 

Wir leben in einer sehr wildreichen Gegend und ich kann behaupten : meine Hunde jagen nicht ! 

Diese Eigenschaft sollte in der Zucht besonderes Augenmerk finden, da sie heutzutage wichtiger denn je ist. Somit ist der Spitz mit seiner uralten Aufgabe, sein Rudel  und alles was dazugehört zu bewachen ein Hund der gerade den modernen Ansprüchen von Hundehaltern genügt. Ausgesprochen Kinderlieb, verträglich mit allem Kleingetier und wenig interessiert an dem was andere so um ihn herum treiben, solange es nicht die eigene Familie betrifft.

 Es kommt aber immer wieder vor, dass manche Spitze doch einen gewissen Jagdtrieb zeigen, daher möchte ich an dieser Stelle gern auf die Seiten einer Hoverwart-Zucht verweisen (die ja auch nicht jagen sollen), wo wunderbar humorvoll das Vorkommen und auch Abbauen des unerwünschten Verhaltens erklärt wird, hier clicken (oben rechts auf "ZU DEN SACHTHEMEN" klicken, dann am linken Rand bei den Unterthemen schauen)

 
FAMILIENHUND

Spitzartige Hunde sind schon seit Urzeiten nachweisbar in Archäologischen Funden oder anderen antiken Quellen. Dabei waren sie schon immer Begleiter und Wächter ihrer Familie. Niemals hatten sie wirklich andere Aufgaben, denn das Ziehen von Lasten oder das Hüten von Vieh wurde mit der Familie zusammen ausgeführt. So wachten sie für gewöhnlich nicht allein bei der Herde, wie z.B. die Herdenschutzhunde.
Das macht den Spitz gerade heutzutage zu einem idealen Famileinhund, auch für Familien mit Kindern. Den Kindern der Familie gegenüber ist der Spitz außergewöhnlich nachsichtig.

WACHHUND

Offengestanden habe ich als Spitzneuling gar nicht gemerkt, dass meine Hunde wachen. Das liegt in der Arbeitsweise der Spitze begründet. Denn wenn ich dabei bin und keine Anzeichen von Beunruhigung zeige, wird mein Spitz still und freundlich sein. Erst als ich einmal für meine Hunde unbemerkt zurückkam, und ein Handwerker das Grundstück allein betrat habe ich beobachtet, was die anderen Spitzbesitzer mir immer über ihre wachsamen Hunde erzählt hatten: Blitzgeschwind war ein gestandenes Mannsbild wieder auf seiner Leiter hochgeklettert und da wäre er auch noch geblieben, hätte ich ihn nicht umgehend erlöst. 

 
ZUGHUND

Immer mal wieder sieht man große Spitze, die vor einen Wagen gespannt sind. Es macht ihnen offensichtlich Freude im Geschirr zu gehen, versuchen Sie es einmal!

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FAZIT

Diese Rasse wird in allen ihren Anlagen bestimmt durch ihren engen Anschluss an die Familie/ den Besitzer und die Fähigkeit totes sowie lebendes Inventar zu beschützen. Das macht den Spitz sehr anpassungsfähig an die verschiedensten Familienverhältnisse. Sie sind bei wirklich jedem Spaß dabei.

 
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